Das biomechanische Ballett, oder: I Like trees And Human Right

Quasikunstprojekt: Das biomechanische Ballett, Aktion im Wald, Fotoarbeiten und Text, 2015

 

ENGLISH VERSION BELOW

 

Die Gruppe Quasikunst hat Kunst und Natur ausgepflanzt. Und sich selbst. Ein Interview mit der Quasikunstgruppe – über verkehrte Menschen, grüne Höllen, Biomechanik und Detoxing. Quasikunstprojekt: Das biomechanische Ballett, Aktion im Wald, Fotoarbeiten und Text von Tanja Brandmayr.

Zum ersten Bild: Verkehrt mit dem Kopf im Boden steckende Menschen inmitten eines Waldes. Worum geht es?

Es gibt viele Ansätze. Eine unserer Lieblingsreferenzen ist momentan ein Rückgriff auf eine Vorstellung Demokrits: Bäume sind demnach wie Menschen, die mit dem Kopf im Boden stecken – sie können alles, was Menschen auch können, außer das, wozu Menschen aufgrund dieser Lage auch nicht imstande wären. Das hört sich zunächst erheiternd an. Mit einem Schlag entstehen neue, enorm riesige und omnipräsente Populationen. Ganze grüne Höllen von intelligenten Lebewesen, die auf einen zuwachsen. Und man selbst als kopfstehender Steckling plötzlich ein Teil davon. Allerdings, und das ist gleich die erste Erkenntnis aus dem Versuch: Man kann tatsächlich wenig Herkömmliches tun, in einem menschlich aktiven Sinn, wenn man mit dem Kopf im Boden steckt …

Zum Beispiel fällt die Fortbewegung weg.

Ja. Der Sehsinn in seiner bisherigen Funktionalität fällt weg, auch die anderen Sinne sind eingeschränkt. Nichts geht mehr. Alles ist anders, die verkehrte Welt, mit viel Erde im Blick. Das Blut schießt in den Kopf. Man steht stumm und fix verwurzelt, mit Beinen in der Luft, ohne Möglichkeit auf Fortbewegung. Man denkt: Die Körperfunktionen müssten sich umorganisieren. Ein interessantes Gedankenspiel, sich in dieser Haltung zu fragen, ob was an dieser alten Vorstellung dran sein könnte. Der Baum als verkehrt in der Erde steckender Mensch.

Was macht dieses Gedankenspiel verfolgenswert?

So einiges, zum Beispiel: Man ist in unserer Wissenstradition immer davon ausgegangen, dass Pflanzen in der Hierarchie der Dinge und Lebewesen eigentlich nichts mit Intelligenz zu tun haben. Es scheint sich aber immer mehr herauszustellen, dass sie nicht nur dieselben Sinne haben wie Menschen, nur funktional völlig anders organisiert – letzten Endes haben Pflanzen sogar mehr Sinne, einen Gravitationssinn etwa. Mit ihren Wurzeln, die wie biochemische Computer arbeiten, tauschen sie in der unmittelbaren Umgebung und über weite Strecken Informationen aus, einzeln, in Gruppen, usw. In gewisser Weise stecken also ihre Köpfe wirklich im Boden … Es gefällt uns aber auch die neue Hybridbildung aus Mensch und Baum, die eine neue Waldpopulation, vielleicht eine neue Population überhaupt herstellt. Dieses Vexierspiel darin. Dazu kommt außerdem die Umkehrung des Menschen an sich, das Verkehrte. Diese Haltung erzeugt auch im Menschen etwas anderes. Hierzu eine Referenz aus dem tatsächlichen Ballett, wo der Kopf als höchste Sphäre definiert wurde. Der menschliche Geist wurde sozusagen auf die Spitze getrieben. Der romantische Gestus täuschte aber darüber hinweg, dass unterhalb des gen Himmel geschobenen Kopfes die pure Geometrie abgespielt wurde, mit Gliedmaßen, die in der Präzision einer Maschine ihre Positionen einnahmen. Mit dieser mechanischen Fixierung auf das »Geistige« wurde allerdings ohnehin schon seit der vorigen Jahrhundertwende abgerechnet, stattdessen kam die Hinwendung zum Körper, unter anderem. Die Behauptung der Auswirkung der Körperarbeit, genauer gesagt: einer anderen körperlichen Haltung, die erst innere Prozesse in Gang setzt, das ist innerhalb des Kunstsystems zweifelsohne eine Referenz an Wsewolod Meyerhold und seine Biomechanik, die mit dem Jahr 1920 datiert wird. Aber in gewisser Weise stellt dieses Projekt, quasi das biomechanische Bäumeballett, einen nochmals anderen Realismus her, denn der Körper wird sogar ganz umgedreht, und der Kopf taucht überhaupt ab – woandershin, unter die Oberfläche. Der Rumpf und die Extremitäten bilden einstweilen ihr eigenes Restsystem.

Der Button impliziert, dass ein Film losgeht.

Es ist ein Bild mit einem Button. Der ist aber genauso wenig abrufbar, als ob ich in einem Buch einen Link ins Papier setze, der allerdings nirgends hinführt. Als ob ich im Kommunikationsbedürfnis mit der Natur den Kopf in den Boden stecke. Etwas geht los und ist real vorhanden wie imaginär. Es ist sozusagen auch das fiktive biomechanische Ballett. Man könnte das alles bis zum Ende umsetzen – aber wozu? Wir wollen genau so etwas ja nicht losstarten – eben das nicht. Das läuft sofort wieder in die üblichen Verwertungsszenarien, egal welches Systems, hinein. Es gibt kein reales Bäumeballett. Wir setzen stattdessen bei Demokrit an, dem Naturphilosophen, angeblich mit einem heiteren Gemüt. Und bei Meyerhold, revolutionärer russischer Theaterregisseur, der sich mit seiner Biomechanik gegen einen erstarrten Naturalismus gewendet hat. Wir bitten sie sozusagen ganz unverbindlich zum Tanz. Wir wollen hier schlichtweg einmal die Widersprüche anders benennen. Vielleicht sogar eine andere Form von Dialektik aufwerfen, als gut angelegte Gegensätze, die vorerst einmal zu gar nichts führen. Insofern relativiert das jedwede Mystery zu einer schlichten Misery, weil es die reine Behauptung jenseits jeder Funktionalität offenlegt. Mit dieser Behauptungskette wurde das denkende Haupt schließlich sogar vergraben. Es ist jenseits der Oberfläche nicht mehr sichtbar. Der Kopf will sich stattdessen lieber in ein anderes Informationssystem, in das der Pflanzen einklinken. Alles ist also lediglich als Idee vorhanden. Der Wille dazu erzeugt zunächst einmal ein anderes Setting. Mehr soll und darf zunächst nicht passieren, um nicht gleich vorschnell ins Reguläre einzudriften. Auch nicht in die Definition als Kunst und seine regulären Aufmerksamkeitsoberflächen, von fine arts bis Spektakel. Es gibt hier Fragmente eines größeren Umsetzungszusammenhangs. Auch deshalb ist es in diesem Fall Quasikunst, die sozusagen an eine Aufmerksamkeits- und Realisierungsgrenze geht, die jedoch als Behauptung und Kontextanhäufung vorhanden ist. Es ist sozusagen auch Bedarsfbildung im Untergrund.

Die Gruppe Quasikunst ist eine Gruppe genau welcher Art?

Sie ist ganz eindeutig ein Kollektiv der anderen Art. Man könnte dieses Kollektiv konsequenterweise nicht nur als Gruppe, sondern ebenso als Quasigruppe bezeichnen. Denn sie erweitert sich zu einem offenen Gebilde, besteht aus lebenden und toten Menschen, vor allem aber aus Dingen und Zusammenhängen, aus Kunst, Wissenschaft und diversen anderen Referenzen. Und dieses Kollektiv besteht hier konsequenterweise auch aus Bäumen. Es definiert sich also auch aus den unter der Oberfläche anders wirkenden Verbindungen. Auch wenn das wie ein Scherz klingt, beschreibt das zum einen die Kritik an der, oder besser gesagt, jedweder menschlichen Zusammenrottung als einzige Legitimitätsmacht, zum anderen hält eine solche Offenheit, die sich auch aus hybriden Zusammenhängen versteht, das »Andere« definitorisch offen. Wir können das Andere ja philosophisch nicht feststellen. Hier wird sozusagen ein Kurzschluss vermieden. Noch genaueres ist in so einem hybriden Kollektiv irrelevant – auch wer hier wen befragt. Im Endeffekt geht es nur darum: Kontexthybride befragen die Zusammenhänge.

Und die Quasikunst?

Zuerst eine Anleihe an die Quasiobjekte: Nehmen wir beispielhaft den Wald. Er steht für die Natur draußen. Für unsere eigene innere Natur. Für ökologische Zusammenhänge. Er steht für heimische Holzwirtschaft und wirtschaftliche Ausbeutung des Regenwaldes. Für Maschinen, Rodung und Waldsterben. Für den dramatischen ökologischen weltweiten Zusammenhang. Andererseits wieder: Regenwalddokumentationen und unentdeckte Pflanzenwirkstoffe, an denen die Pharmazie interessiert ist. Andere Wirkstoffgeschichten, die von dort lebenden Schamanen erzählt werden. Gleichzeitig werden in der Forschung Pflanzen als biomechanische Computer erkannt. Pflanzen und Wald werden wieder stärker mit der heilenden Wirkung der Natur verbrämt. Im Wald werden Detoxingurlaube angeboten, wo man kurz mal nicht digital kommuniziert. Erholung und Erbauung. Im Szenario der aufdämmernden ökologischen Katastrophe kommt also dieses Fakt dazu, dass der Wald überhaupt wieder als kulturelle Projektionsfläche herhalten muss: Das Sehnsuchtsbild wird auch zur großen Melancholie über die Zerstörung. Es boomt die thematische Verschränkung Kunst und Natur. Jedenfalls: Wald und Baum sind hier, unter den Oberflächen der regulären Organisationsformen des Wissens, unter seiner Klassifizierung als Natur also in ihrer Mischwesenhaftigkeit der Kontexte, zu Quasiobjekten geworden; Quasiobjekte sind, mit dem Philosophen Bruno Latour, gesprochen eigentlich fast alle Dinge um uns, die sich als Hybride von hauptsächlich Natur und Technik, aber generell von Kontexten und Verwertungszusammenhängen erweisen. Also dies alles als Anleihe dafür, dass sich unter den Oberflächen ganz andere Gegensätze zeigen. Und dass sich möglicherweise diese Gegensätze zu ganz anderen »ungereinigten« Realitäten verbinden.

Der Begriff der Reinigung ist wichtig?

Dies ist ebenso eine wörtlich genommene Anleihe. Ohne Reinigung läuft in unseren Systemen gar nichts. Das hat mit der definitorisch »reinigenden« Wirkung unserer Systeme und Wissensysteme zu tun. Unter der Oberfläche breiten sich die Zusammenhangs-Hybride jedoch ungehindert aus, wahrscheinlich »ungereinigt«. Es bilden sich so gesehen Kontexte, die wahrscheinlich auch wegen ihrer immer dichter gewordenen Verwertungszusammenhänge unheimlich werden. Allerdings funktioniert auch eine reale Reinigung, im Sinne eines »Stimmens« und der Glaubhaftigkeit der gesellschaftlichen Werte, über der Oberfläche, also in den realen sozialen Kontexten immer weniger. Die Komplexitäten sind groß und unmoralisch: Ein gesellschaftlicher Backlash ist so gesehen Ausdruck einer Komplexitäts-Säuberung, der verzweifelte Rückgriff auf eine einfache Welt. Wir kennen diese Dynamiken. Globale Fiaskos inklusive. Ein aktuelles, aber wenig bekanntes Detail einer buchstäblich gewordenen Reinigung und ihrer massiven Diskrepanzen: In Asien sitzen etwa Arbeiterinnen an den Computern und entfernen die nicht so schönen Inhalte aus dem Internet. Nicht selten sind posttraumatische Belastungsstörungen die Folge – damit wir schöne Oberflächen konsumieren können.

Die Reinigungsmechanismen, die wir real praktizieren, scheinen an allen Ecken und Enden überhaupt nicht mehr zu funktionieren?

Obwohl wir hier in der großen Sauberkeit leben, funktioniert auf die brisanteste globale Weise beim Umweltschutz die »Reinigung« gar nicht. Es zeigt sich im Gegenteil überdeutlich, dass sich die ökologischen Unzumutbarkeiten drastisch in die menschlichen Verhältnisse zurück hineinreklamieren könnten, ökologisch gesagt: Grüne Hölle strikes back. Und sie könnte gewinnen. In diesem ganzen schäbigen Ausbeutungsszenario der Ausbeutungsmaximierung, der immer dichter werdenden Verwertung. Also beginnen die »Dinge« vielleicht, uns zu reinigen. Vielleicht ist das Kulturpessimismus. Man fühlt aber, dass nicht nur die äußeren, sondern auch die eigenen inneren Verhältnisse von Natur und Kultur überhaupt nicht mehr stimmen. Dass unsere schönen Oberflächen gefährlich geworden sind, für uns, für viele, zumindest für andere anderswo. Die hier deklarierte Quasikunst deutet darauf hin, dass, in diesen aufgeschichteten Zusammenhängen, die Kunst sich als ebenso zusammenhängendes Hybridsystem verstehen will, also sich selbst in diese auseinanderdriftende Welt der dystopischen Widersprüche eingebettet sieht; Kunst also zwischen Katastrophenszenario und Wunsch des ganz Anderen; und die Kunst will sich sozusagen anderer Mittel bedienen – die Dinge umschichten, umdrehen, die Gegensätze anders definieren.

Projekte, die sich zwischen Kunst und Wissenschaft ansiedeln, oder Labore, die im Kontext der Kunst Wissenschaft betreiben, sind Ausdruck dessen?

Eventuell ist es so: Man will die gefährlich gewordenen Zusammenhänge aus Wissenschaft, Macht und Markt entwaffnen. Irgendwie scheint es so, als wollte man die Kalaschnikow nicht auseinandernehmen, um sie wieder gereinigt und regulär zusammenzubauen. Sondern die »Reinigung« erfolgt stattdessen in einem intentionalen grundsätzlichen Umbau der Waffe. Inklusive des Einbaus von Verschmutzungsgraden durch das Involvieren des Systems Kunst. Das ergibt sozusagen eine ganz andere Reinigung, ein grundsätzlich anderes Detoxing. Also eine Entgiftung.

Wir kommen vielleicht zum zweiten Bild, zu den Bäumen und den Menschenrechten.

Der auf dem Anschlag zu lesende Satz ist: Ich mag Bäume und die Menschenrechte. Die Aussage nimmt nichts selbstverständlich. Der Satz setzt Natur, Kultur und das menschliche Maß wahrscheinlich vor allem gegeneinander ins Verhältnis. Obwohl zuerst diese Gleichsetzung des »Mögens« da ist: Ich mag Bäume und die Menschenrechte. Wahrscheinlich wirkt das zuerst sympathisch, nett und vereinbar. I like! Dann merkt man, dass wohl so eine lapidare Oberfläche der Willensbekundung in einer Gesellschaft der ausgeweiteten Kampfzonen in keiner Beziehung ausreicht. Weder bei den Bäumen, noch bei den Menschenrechten.

Inwiefern?

Wenn für »Das biomechanische Ballett oder: I like Trees And Human Rights« diese Figuren nun ausgegraben werden, Demokrit, der heitere Materialist, und Meyerhold, der russische Kunstrevolutionär, bzw. wenn man sich selbst in diese Konstruktion von Widersprüchen am Kopf stehend einbaut, quasi als Baumnatur und Kunstinszenierung zugleich, dann geht es natürlich um ein anderes Verhältnis von Kultur zur Natur, um andere Widersprüche. Mit einer quasi-Aufschichtung von ja/nein Verhältnissen von Kunst, Welt, Darstellung und Erkenntnissystemen. Das meint wohl auch, dass man die Welt radikal anders sehen möchte. Eine große Willensbekundung, mit der Hoffnung, dass wir, die Dinge oder unser Wissen über uns oder die Dinge bereits genug aufgeladen sind, um aus diesen Widersprüchen heraus anders tätig zu werden. Wir wollen eine neue Dialektik, wir wollen eine neue Wissenschaft. Vielleicht so: Keine zu Ende gedachten Weltentwürfe, keine Ausbeutung. Der Geist dominiert nicht, die Materie setzt nicht unter Druck. Insofern ist das jetzt wieder Mystery und Misery zugleich, denn wie das im großen Stil gehen soll, weiß niemand.

 
 
 

ENGLISH VERSION
 

The Biomechanical Ballett, or: I Like Trees And Human Rights
Quasikunst-Project: The Biomechanical Ballett, Performance in the Woods, Pictures and Text, 2015

 

The Group Quasikunst has planted out culture and nature. And themselves all alike. An interview with Quasikunst – about inverted human beings, green hells, biomechanics and detoxing.

Referring to the first picture: People put into the ground, inverted with their heads, in the midst of a forest. What is it about?

There are many approaches. One of our favorite references is, at the moment, a recourse to a notion of Democritus. According to it, trees are like people planted with their heads in the ground – they can do everything people can do as well, with the exception of the things people could not do in the respective position. At first, this sounds amusing. All at once, new, enormous and omnipresent populations emerge. Whole green hells of intelligent beings, which grow in front of you. And you as an inverted scion suddenly are a part of it. However, and that is already the first finding of the experiment: You actually can do little of the common things, in an active human sense, when you are stuck with your head in the ground…

For instance movement and locomotion gets lost.

Indeed. Visual sense in its common functionality gets lost, and the other senses become narrow and limited. Nothing works anymore. Everything is different, an inverted world, with a lot of soil in one´s vision. Blood shoots into the head. You find yourself mute and trapped, with your feet in the air, without the possibility of movement. One begins to think: The bodily functions need to be reorganized. An interesting thought experiment, to ask oneself, in that position, whether there could be something to that ancient notion. The tree as a man, stuck in the soil, inverted.

What makes such a scenario attractive?

Several things actually, for instance: In our tradition of knowledge there has always been the notion that plants, in the hierarchy of things and living beings, have nothing to do with intelligence. Yet it seems to become ever more obvious that plants do not only possess the same senses as humans do, just organized in a different way – eventually plants have even more senses than humans, a sense for gravity, for instance. With their roots, that work like biomechanical computers, they share information in their immediate surroundings as well as over large distances, solitary, in groups, etc. In a certain respect, their heads actually are in the ground… But we also like the hew hybridity of man and tree, which forms a new population in the forest, maybe a new population in general. That game of deception. In addition to this there comes the inversion of man in itself, the inverted. This attitude also constructs something different in man. Think of a reference to real ballet where the head is defined as the highest of spheres. The human mind was taken to the extreme. The romantic gesture but obfuscated that below the head, erected into the firmament, pure geometry was displayed, with limbs that took their position with machine-like precision. That mechanical fixation towards the mental and intellectual had been critically addressed already at the turn of the last century, and among other things more prominence was given to the body. The affirmation of bodily work, which sets “inner”, mental processes into motion in the first place, is, within the system of art, without doubt a reference to Wsewolod Meyerhold and his Biomechanics, which can be dated in the year of 1920. Yet in a certain way this project, the Biomechanical Tree Ballet, introduces yet another kind of realism, as the body gets completely inverted and the head descends, goes to the ground. The torso and the extremities form a residual system.

The button implicates that a film starts.

It is an image with a button. Yet the button is not any more retrievable, as if I would place a link in a book, leading to nowhere. As if, for the purpose of communication with nature, I put my head in the ground. Something starts and something is actually there as well as it is imaginary. It is, in this respect, also the fictitious biomechanical ballet. One could all of this take to the end and realize it – but for what reason? We do not want to start such a thing at all. That is just bound to dissolve into the usual strategies of commodification, no matter of the respective system it is embedded. There is no real tree ballet. In contrast, we make reference to Democritus, a natural philosopher and, according to legend, a buoyant spirit. And we refer to Meyerhold, a Russian revolutionary director, who used his biomechanics against a sclerotic naturalism. We invite to the dance, without commitment. We want to address contradictions in a different way. Possibly come up with a different dialectics, as firmly established opposites and dichotomies, that leads to nowhere particular in the first place. Insofar, it relativizes any “mystery” into a “misery” as it reveals pure meaning apart from any functionality. With this “chain of meaning” the head that thinks was buried and made invisible beneath the surface. Instead, the head wants to get linked to a different information system, that of the plants. Everything exists as an idea only. The will to it establishes a different, distinguished setting. Anything else should not happen in order to prevent it from drifting into regular categories too soon, not least in the definition of art and its regular means to attract attention, from fine arts to the spectacle. What you have here are fragments from a more comprehensive context of realization and execution. Also because of this it is quasi-art/Quasikunst which accelerates to a frontier of attention and execution but which is really there as a statement and as an accumulation of meaning and context. It is also an articulation of needs in the underground.

What kind of group Quasikunst is exactly supposed to be?

Most definitely it is a collective of a different kind. Consequentially, one could attribute this collective not only as a group but also as a quasi-group. Because it extends into an open structure, consisting of humans dead and alive, as well as of things and context, of art, science, and a lot of other references. As a further consequence it also consists of trees. It is also defined from connections that operate differently beneath the surface. Even if it may sound like a joke, it articulates a critique against a specific – as well as any form of – human assemblage as the sole instance of legitimization, furthermore an openness like that (that derives from a hybrid context), leaves “otherness” undefinable and open. Otherness, respectively “the other”, cannot be philosophically grounded, and such erroneous conclusions should be avoided. Anything more specific is irrelevant in such a hybrid collective – it is also irrelevant who questions whom or what. In the final consequence it is all about: Contexts that are questioned by contextual hybrids.

And Quasikunst?

To make reference to quasi-objects: Let us take, for instance, the forest. The forest symbolizes nature. Our own inner nature. Ecological contexts. It refers to our domestic timber industry as well as to the exploitation of the rain forest. To machines, clearing and forest decline. To the dramatic worldwide ecological context. And in some other respects: Documentaries about the rain forest and yet undiscovered plant compounds which are of pharmaceutical interest. Tales about plants and their effects on humans told by shamans. At the same time science discovers plants as biomechanical computers. The forest and plants get connotated with a curative effect of nature again. “Detoxing holidays” are offered during which you are offline for a short time. Relaxation and edification. Within the scenario of impending ecological doom we see how the forest becomes interlinked with a mental image referring to innocent longing as well as melancholy about decay and destruction. And there is a boom about interrelating art and nature. At any rate: The tree and the forest have become quasi-objects, beneath the surface of common organization of knowledge; quasi-objects are, with reference to Bruno Latour, actually most things that surround us and that reveal themselves as hybrids between nature and technology and, more generally, of contexts and of contexts of commodification. All of this as a reference to the circumstance that beneath those surfaces completely different oppositions become visible. And that these oppositions probably connect themselves to other, and different, “impurified” realities.

The notion of purification is important?

That is a reference that is taken literally as well. Without purification and cleaning our system gets dysfunctional. That has got something to do with the “purifying” effect of our systems (of knowledge). Beneath the surface hybrid contexts flourish nevertheless, supposedly in an “impure” way. Contexts get established that become uncanny not least because of the contexts of commodification that have become ever more dense and consuming. However, also an actual “purification”, concerning the credibility of values and the like, works less and less well in social contexts. The complexities are enormous, and unethical: A social backlash is, in this respect, an expression of “purifying” reduction of complexity, a desperate reference to and longing for an uncomplicated world. We are familiar with such dynamics, including global fiascos. A contemporary yet not very well known detail of a literal cleaning and its discrepancies: Workers in Asia cleanse the internet of obscene content. Quite often posttraumatic stress disorder is a result for them – so that we can consume attractive contents.

The mechanisms of cleaning that we practically use, seem to have become utterly dysfunctional?

Despite we are living in a clean and healthy cultural environment, cleaning and purification does not function at all concerning environmental protection. By contrast, it becomes overwhelmingly clear that ecological disasters take revenge on the human realm: Green hell strikes back. And it could win. Within that pathetic scenario of exploitation and profit maximization and an ever more intense commodification. Probably the “things” are going to clean and purify us. That is, maybe, cultural pessimism. Yet one begins to sense that not only the functional but also the internalized interrelations of culture and nature have gone wrong. That our beautiful surfaces have become dangerous. Our proclaimed Quasikunst/quasi-art indicates that within these accumulated interrelations art itself wants to understand itself as an interrelated hybrid system, and that art sees itself as embedded in dystopian contradictions, fluctuating between a scenario of catastrophe and the longing for something completely different and “otherness”. And art wants to make use of other means – reallocating things, inverting them, redefining common oppositions and categories.

Projects located between art and science, or laboratories that do science within the art context are a manifestation of that?

Maybe it goes that way: There is a desire to “disarm” relations between science, power and the market that have become dangerous. Somehow it seems that one does not want to dismantle the Kalashnikov to reassemble it – “cleansed” and “purified”. Instead, the “cleansing” consists of a fundamental redesign. Including the assemblage of modes of distortion by involving art. Resulting in a completely different cleansing and detoxing.

Let us take a look at the second image, concerning trees and human rights.

There it says: I like trees and human rights. The message takes nothing for granted. It contextualizes nature, culture and the human factor, probably against each other. Although there is a simultaneousness of “liking” something: I like trees and human rights. Probably that strikes you as likeable, agreeable and compatible. I like! Then you begin to realize that a superficial statement and proclamation of will is insufficient in a society like ours. Neither concerning trees, nor human rights.

In what way?

If for »Das biomechanische Ballett oder: I like Trees And Human Rights« references are made to Democritus, the sanguine materialist and Meyerhold, the Russian revolutionary of art, respectively if you introduce yourself in such a construction of contradictions, in a headstand, as a tree and as an enactment of art, then it is obviously about a different relationship between culture and nature, and about different contradictions. With a quasi-assemblage of binary relationships between art and the world, presentation and systems of perception. Implicating that you want to see a world radically different. A great proclamation of will, with the hope that we, the object world and our knowledge about us and about the object world is saturated enough to engage in different activities. We want a new dialectics, a new science. Perhaps: no finalized worldviews, no exploitation. The intellect does not dominate, the material does not put pressure on us. If you want, that is, again, mystery and misery all alike, since how an execution of this in large contexts could be possible is an enigma to anybody.