{"id":750,"date":"2018-10-31T07:45:25","date_gmt":"2018-10-31T06:45:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.quasikunst.at\/?page_id=750"},"modified":"2024-10-04T15:54:57","modified_gmt":"2024-10-04T13:54:57","slug":"wind","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.quasikunst.at\/index.php\/wind\/","title":{"rendered":"Wind"},"content":{"rendered":"<p>Quasikunst zeigte im September 2018 &#8211; im Rahmen von STWST48x4:<br \/>\n<strong>4 verblasene Koordinaten von Kunst-Agens bis K\u00f6rper-Movens.<\/strong><br \/>\nWindlines \u2013 Movement A \u2013 48 Hours of Drifting &#8211; Disappearing (50.000)<\/p>\n<p>&#8211;<br \/>\n<span style=\"font-size: 14pt;\">Vorg\u00e4nge, die sich selber nicht verstehen<\/span><\/p>\n<p><strong>\u00dcber mehrere STWST-Quasikunst-Arbeiten der vergangenen Jahre, \u00fcber Wind und verblasene Projekte, die sich der Umsetzung entziehen &#8211; sowie am Ende \u00fcber Entropie schreibt Tanja Brandmayr.<\/strong><\/p>\n<p>Quasikunst ist systemisch-performative Recherche seit l\u00e4ngeren Jahren, sie ruft je nach Projekt Koordinaten aus, erh\u00f6ht und performt Widerspr\u00fcche. Quasikunst widmete sich 2015 mit \u201eI like Trees and Human Rights\u201c den B\u00e4umen: Menschen wurden zu B\u00e4umen verkehrt, Kollektive aus B\u00e4umen sowie lebenden und toten Menschen gebildet. Im Untergrund eines Waldbodens stecken Menschen mit dem Kopf im Boden, Zusammenh\u00e4nge befragten Kontexte, unter anderem, um unter den gereinigten Oberfl\u00e4chen die Moral der Geschichte und die Verschmutzungsgrade von Welt festzustellen.<\/p>\n<p>Das \u201eNebelballett\u201c setzte 2016 den Akteur mit dem Netzwerk gleich: Eine menschliche Figur wurde auf Nebel projiziert, als Projektion und Fiktion einer dreidimensionalen Figur inmitten eines sich permanent mit Nebel bef\u00fcllenden Raumes. Inmitten von Aufl\u00f6sung und innerhalb dieser tendenziell gleichsetzenden Nivellierung wurden Ungleichgewichte durch Luftstr\u00f6me aufrechterhalten, sprich die unterschiedlich dicht mit Nebel bef\u00fcllten Raumzonen erm\u00f6glichten \u00fcberhaupt eine Projektion. Es wurde ein kontrapunktisch gesetzter \u201edialectic turn\u201c einer menschlichen Behauptung ausgerufen. Einerseits als hypothetische Behauptung, dass gleichsam unter der projizierten menschlichen Figur der Nebel der eigentliche Akteur sei. Andererseits konnte diese, nur mehr fragmentarisch und sich mit den Nebelschwaden verziehende und wieder zart zusammensetzende menschlichen Figur als trotzige, melancholische oder sich erst neuformierende Behauptung verstanden werden, als Behauptung des Menschen an sich, n\u00e4mlich im Sinne seiner Weigerung zu verschwinden.<\/p>\n<p>2017 wurde mit \u201eIceberg\/The Entity\u201c ein 2-Tonnen-Eisblock in der dunkel ausgeleuchteten Werkstatt der Stadtwerkstatt inszeniert, und damit ein Bedeutungstheater der unvereinbaren Widerspr\u00fcche. Das Projekt ging von den Zusammenh\u00e4ngen und Widerspr\u00fcchen aus, die hinsichtlich Natur und Technologie mit dem Material Eis einhergehen, und zeigte mit der massiven Entit\u00e4t Eis einen 48-Stunden-Meltdown, dem das Publikum beiwohnen konnte. Das Material performte sich selbst, indem es schmolz. Im systemisch-performativen Sinn bedeutete die erweiterte, in viele Richtungen kontextualisierte kalte bis schmelzende Materialit\u00e4t aber erh\u00f6hten Zusammenhang und Widerspruch: im global-\u00f6kologischen Gegensatz bedeuteten dies nichts weniger als die Aussage, dass w\u00e4hrend unserer Zivilisation die Polkappen wegschmelzen, die technologisierte Welt zunehmend enorme Energiemengen und Datenk\u00fchlschr\u00e4nke ben\u00f6tigt, um ihre digitalen Transaktionsketten von Smart Homes bis Blockchain bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Wenig \u00fcberraschend deshalb, dass nicht nur die ben\u00f6tigte Energie f\u00fcr die Herstellung eines Eisblockes ihren unerwartet hohen Preis hat, ebenso haben vor allem diejenigen Energiemengen ihren Preis, die etwa f\u00fcr das Betreiben von Serverfarmen notwendig sind \u2013 in Cash und auf der \u00f6kologischen Bilanz. Weiters thematisierte der Eisblock eine Form von Abgeschlossenheit und Materialit\u00e4t, die gleicherma\u00dfen f\u00fcr die Abgeschlossenheit und Materialit\u00e4t von Natur und Technologie steht, und zwar als ausgestelltes, in sich abgeschlossenes und unzug\u00e4ngliches Territorium, vom ewigen Eises bis zur Machbarkeits-Hybris. Einige Worte zum ausgestellten 2-Tonnen-Eisblock: Diesem war auf beeindruckende Weise anzusehen, dass Wasser beim Gefrieren verschiedenste Strukturen formt, deren physikalische Eigenschaften sich durchaus brachial bis fragil in verschieden gefrorenen Schichten zeigte. Bei der Anlieferung sprengte der Block sein Geh\u00e4use um dann, in sich gebrochen, durch das Schmelzwasser, das in den Riss gelaufen und neuerlich gefroren ist, seine Ganzheit zuallererst selbst wiederherzustellen. Und abgesehen vom Schmelzvorgang an der Oberfl\u00e4che bildeten sich beim Schmelzen innerhalb der Eisstruktur kleine Kapillargef\u00e4\u00df-artige Tunnel, die sich auf unerkl\u00e4rliche Weise wie aus sich selbst mit Luftbl\u00e4schen f\u00fcllten, deren Luft dann, sobald diese Tunnel sich zur Oberfl\u00e4che hin \u00f6ffneten, in den Raum entweichen konnten \u2013 eines von mehreren \u201ePh\u00e4nomenen\u201c, denen das Publikum fasziniert zusah. Dass weder das Gefrieren noch das Schmelzen \u2013 zumindest in nicht ideal abgeschlossenen Systemen und \u00fcberhaupt ganz generell schwierig \u2013 von der Physik exakt berechnet werden kann, ist dar\u00fcber hinaus eine erstaunliche Tatsache. Ebenso eine kurze Erw\u00e4hnung wert ist, dass geschmolzenes Eis eines der klassischen Beispiele f\u00fcr Entropie ist, im Sinne eines unumkehrbaren Prozesses, was etwa den Temperaturangleich des Materials an die Umgebung anbelangt. Dass die neun Zehntel oder sieben Achtel unter der Wasseroberfl\u00e4che eines Eisberges liegenden Eismassen derjenige unsichtbare Teil ist, der als unsichtbare Materie erst das Gebilde Eisberg vor dem Absaufen bewahrt, ist ein sch\u00f6nes Sinnbild von unter der Oberfl\u00e4che liegenden Ressourcen, und ein massives Bild, das fast schon einem Manifest gegen den gleichverteilt durchmischten Zustand und einer permanenten Sichtbarkeitsdiktatur gleichkommt. Und zum kalten Abschluss: Dass K\u00e4lte ein Faktor ist, der weitere Assoziationen er\u00f6ffnet, indem sie, in Richtung absolutem Nullpunkt nach unten getrieben, eine Gedankenlinie zum adiabatischen System eines Quantencomputers er\u00f6ffnet, mag vielleicht schon ein wenig weit gehen, aber Tatsache scheint zu sein, dass Quantencomputer nur abgeschirmt, im Hochvakuum und wenig \u00fcber minus 270 Grad funktionieren, um dann jedoch, auf merkw\u00fcrdig andere Weise Informationszust\u00e4nde zu prozessieren. Also Welt verstehen bei totaler Herausnahme von Welt \u2013 ein bizarr bewusstseinserweiternder Widerspruch. Jedenfalls, in textlicher Reflexion und mit einem systemisch-performativen Ansatz wurden bei \u201eEisberg\/The Entity\u201c all diese assoziativen Kontexte, die mit dem Material Eis einhergehen, sozusagen materialimmanent dem Block Eis mitgegeben. Eine vorhandene Definition von negativer Entropie, n\u00e4mlich die Erh\u00f6hung von Komplexit\u00e4t, wurde in all diese gleichzeitig vorhandenen und teilweise sehr weitl\u00e4ufig assoziativen Systeme zwischen Natur und Technologie erweitert. Sie wurde in die sprachliche Beschlagwortung einer \u201eErh\u00f6hung von Widerspruch\u201c dieser Kontexte gewendet.<\/p>\n<p>Dem k\u00fcnstlerischen Rechercheaufbau von Quasikunst folgte 2018 nach diesen beinahe immateriellen Materialien Untergrund, Nebel, Eis der Wind. Der Kunst- und Kontextresearch zeigte in diesem Jahr \u201evier verblasene Koordinaten zwischen Kunst-Agens und K\u00f6rper-Movens\u201c. Der Fokus lag auf Luft, Transparenz, Ungreifbarkeit und der Vergr\u00f6\u00dferung von Distanz. Luft und Wind standen gleicherma\u00dfen f\u00fcr Atmen und Denken, f\u00fcr K\u00f6rperliches und Abstraktes zugleich, standen f\u00fcr Geist und unsichtbare Massen von Molek\u00fclen \u2013 unverbunden und weitl\u00e4ufig. In \u201eWindlines\u201c sollte Luft durchs Haus der Stadtwerkstatt geblasen werden, als Luftzug der freien, bzw befreiten Wahrnehmung, in einer zunehmend durch starre Netzwerke definierten Welt. Fragen nach einer anderen Art der Organisation von Denken und F\u00fchlen wurden gestellt, im Sinne eines Bekenntnisses von \u201eLieber verblasen als vernetzen\u201c. Letzten Endes wurde die Idee eines kr\u00e4ftigen bis s\u00e4uselnden Luftzuges durchs Haus, der durch eine starke Windmaschine erzeugt werden sollte, aber zugunsten einer Ventilatormaschine aufgegeben. Diese verwirbelte die Luft gr\u00f6\u00dftenteils nur mehr statisch in einem vergleichsweise kleinem Umfeld \u2013 in dem Sinn, dass die Molek\u00fcle nicht einmal mehr zu einem Luftstrom organisiert werden sollten, w\u00e4hrend der Wind als sich \u00fcber gro\u00dfe Distanzen bewegenden Luftmaterie, als sinnlich sp\u00fcrbare unberechenbare Kraft ohnehin mit der ausgestellten Maschine assoziiert wurde und schlichtweg dort belassen wurde, wo er ist, n\u00e4mlich in der Natur und in Freiheit; bzw sollte keine Anordnung eines k\u00fcnstlerischen Artefaktes von Wind, der den Affekt von Freiheit und Natur nachstellt, geboten werden. Stattdessen wurde innerhalb des Projektkonzeptes der Luftverwirbelung der ungeordnet in sich und durch zuf\u00e4llige Bewegungen im Raum verwirbelten Molek\u00fcle konzeptuell ein Video beigestellt, das exemplarisch an einem weit entfernten Ort einer Sandw\u00fcste auf ein k\u00f6rperliches Movement in einem Sandsturm verwies. Das Video hielt eine K\u00f6rperbewegung fest, die durch Wind angetrieben wurde. Weitere derartige Aktionen von Movement wurden an anderen Orten ausgef\u00fchrt, etwa am Meer. Diese Videos wurden allerdings nicht gezeigt &#8211; denn Unverbundenheit, Freiheit, die Erfahrung von Distanz und Weite liegen au\u00dferhalb des Ortes und der Zeit, die Referenzen wurden jenseits einer ausgestellten Gegenwart gelegt, die Erfahrung kann nur mehr in einem K\u00f6rper erinnert werden, der sich selbst mit dieser Erfahrung jedoch nicht ausstellt. Es war einmal, ist woanders, und wird auch niemandem mehr zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-768\" src=\"https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/stwst48x4_sleep_quasikunst_windlines_tanja_brandmayr_2018_foto_tanja_brandmayr_9.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/stwst48x4_sleep_quasikunst_windlines_tanja_brandmayr_2018_foto_tanja_brandmayr_9.jpg 400w, https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/stwst48x4_sleep_quasikunst_windlines_tanja_brandmayr_2018_foto_tanja_brandmayr_9-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Drei weitere Projektkoordinaten innerhalb des Wind-Zusammenhangs: \u201eMovement A\u201c war eine Referenz auf Walter Benjamins Engel der Geschichte, der mit weit aufgerissenen Augen auf die Explosion der Geschichte starrt, wie auf ein kosmologisches Ereignis, w\u00e4hrend er angesichts der Katastrophe r\u00fcckw\u00e4rts in die Zukunft geblasen wird: Im \u2013 hier tats\u00e4chlich gezeigten \u2013 Video wandert als Impression eine r\u00fcckw\u00e4rtsgehende Figur \u00fcber einen Platz, sozusagen nach dem ersten Sturm der Geschichte \u2013 auf ewig und in geometrischen Mustern. Sie zeichnet eine momenthaft erinnerte gleichf\u00f6rmige Erinnerungsspur. Ansto\u00df ist aber nicht mehr die m\u00e4chtige Katastrophe, sondern es spulen sich Schleifen von Geschichtslosigkeit an sich ab, die vielleicht gr\u00f6\u00dfere Katastrophe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-769\" src=\"https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/stwst48x4_sleep_quasikunst_movement_a_tanja_brandmayr_2018_foto_tanja_brandmayr_1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/stwst48x4_sleep_quasikunst_movement_a_tanja_brandmayr_2018_foto_tanja_brandmayr_1.jpg 400w, https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/stwst48x4_sleep_quasikunst_movement_a_tanja_brandmayr_2018_foto_tanja_brandmayr_1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Als weitere Projektkoordinate wehte bei \u201e48 Hours of Drifting\u201c eine beinahe transparente Flagge im Wind \u2013 f\u00fcr ein Land der gro\u00dfen inneren wie \u00e4u\u00dferen Entfernungen, f\u00fcr ein driftendes Land ohne Territorium, f\u00fcr ein Land of Unconsciousness, f\u00fcr unbestimmte Verh\u00e4ltnisse unter den Netzwerken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-755\" src=\"https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/stwst48x4_sleep_european_flag_c_tanja_brandmayr_web.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/stwst48x4_sleep_european_flag_c_tanja_brandmayr_web.jpg 300w, https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/stwst48x4_sleep_european_flag_c_tanja_brandmayr_web-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Besonderes Augenmerk gilt jedoch der vierten Projektkoordinate \u201eDisappearing (50.000)\u201c, bei der gar nichts gezeigt wurde, die ein Projekt verankerte, das nicht gemacht werden wollte und das sich, aus seiner Konzeption heraus, von vorneherein seiner Umsetzung entzog. Dieses Projekt bezog sich mit dem angedeuteten Titel auf eine gro\u00dfe Zahl von Akteuren, auf deren Unsichtbarkeit, Aufl\u00f6sung und Aufhebung, und wurde programmatisch nicht ausgearbeitet. Es stellte in diesem Sinne die gr\u00f6\u00dfte Immaterialit\u00e4t dar, in dem es gar nicht, nicht mehr oder noch nicht umgesetzt wurde \u2013 mit Verweis auf Projektfiktionen, die im Untergrund des lediglich Imaginierten belassen werden sollten. Das bedeutete ein grunds\u00e4tzliches nicht-Sichtbarmachen-Wollen von etwas, das NICHT an die Oberfl\u00e4che gehoben werden soll. Es handelt sich hier um eine tats\u00e4chliche Sehnsucht nach dem Dunklen, dem Schatten, der Ruhe und der inneren Verschiebungen, aber vor allem um eine Kritik an der Totalit\u00e4t, an R\u00fccksichtslosigkeit, an sichtbarer Oberfl\u00e4che, an den Gewaltakten der Produktion und der Rationalisierung. Es handelt sich &#8211; mit diesem Gegenstatement zur Sichtbarkeit &#8211; m\u00f6glicherweise um eine Kritik an der gro\u00dfen Zahl, ganz sicher aber um eine Kritik an einer Verrechnung und Big Data-Kontroll-Verramschung von Welt, und an der Tendenz dessen, dass die Karte zum realer-than-real-1:1-Modell von Wirklichkeit zu werden droht, an einer potentiellen M\u00f6glichkeit der Observation und der digitalen \u00dcberwachung eines jedes Gedankens und jedes einzelnen Atoms der Welt, als totalit\u00e4res Nullsummenspiel des Vorhandenen, wo es doch um das Nicht-Nullsummenspiel mit offenen Systemen gehen sollte, oder, mit hier eingef\u00fchrten Systemen des nicht-Vorhandenen, w\u00e4hrend sich diese Welt \u00fcberhaupt in einem Dystopia der Bekanntmachung aufl\u00f6st. Einige Referenzen auf das Immaterielle bis nicht-Vorhandene wurden bereits oben gemacht. Im Sinne des Nicht-Nullsummenspieles denke ich aber manchmal daran, die Referenzpunkte noch weiter au\u00dferhalb von Gegenwart und\/oder Realit\u00e4t zu legen, bzw die Themen der gro\u00dfen Datenmengen in formlose Fiktionen oder Absurdit\u00e4ten hineinzuf\u00fchren. Im Sinne des Dystopias der \u00dcberwachung der gro\u00dfen Zahl und eines normalerweise unsichtbar bleibenden Untergrunds denke ich etwa manchmal an ein behauptetes \u201eProjekt\u201c mit etwa einer gro\u00dfen Anzahl an Insekten, am besten mit allen Insekten des Planeten. Aber dieses \u201eProjekt\u201c l\u00e4uft bereits als ihre systemische Dystopie \u2013 f\u00fcr den Menschen, on the long run wahrscheinlich nicht f\u00fcr die Insekten \u2013, und jeder thematisierende Ansatz einer Realisierung w\u00e4re euphemistisch.<\/p>\n<p>In einem bizarren Gedanken denke ich au\u00dferdem manchmal daran, in der wind- und sandverwehten Umgebung einer W\u00fcste in einem Sandloch ein ausrangiertes Flugzeug einzugraben. Michel Serres hat etwa den Schlaf w\u00e4hrend eines Langstreckenfluges als Quasi-Tod bezeichnet, also in gewisser Weise den Widerspruch von Ruhezustand innerhalb von hochbeschleunigter Technologie benannt. Ich assoziiere mit diesem Bild eine merkw\u00fcrdig stimmige Karte, was diese Bedeutungskoordinaten von Sand als ehemaligem Leben bis Quarzsand f\u00fcr die Halbleiterindustrie anbelangt. Ich assoziiere bei den amorphen Sandd\u00fcnen und der erw\u00e4hnten formlos gegrabenen Grube auch ein permanent verwehtes, in ihren unz\u00e4hlbaren kleinsten Sandpartikeln in sich abrutschendes Gegenstatement zur Erz- und Stahlgeschichte unserer Zivilisation, denke an ein Gegenst\u00fcck zum Herausschlagen von Sinn, Zweck und Profit aus festem Material. Man kennt das Herausschlagen von Kultur aus der Natur ja quasi als Kernkompetenz unserer neueren industrialisierten Sozial- und Kulturgeschichte. Man findet diesen gleichsam mythologischen wie sozialphilosophischen Ansatz auch in den verschiedenen Ring-Mythologien, die bekannterma\u00dfen den \u00dcbergang der Vormoderne zur Moderne verhandeln: Zuerst Erz aus dem Berg schlagen, dann durch technologischen Voodoo einen Ring schmieden, dann folgen Vertr\u00e4ge und Kapital \u2013 und bereits zu diesem Zeitpunkt sind alle ungl\u00fccklich. Jetzt erleben wir diese Zyklen in immer schnelleren Abfolgen, Stichwort Hochfrequenztrading und Systemelemente, die \u00fcberhaupt nicht mehr von Menschen \u00fcberwacht werden. Das alles, all diese Widerspr\u00fcche beschreiben in gewisser Weise ein beschleunigtes High-end des Untergangs, des Quasi-Todes einer Gesellschaft von schlafenden Luftreisenden, das permanente Verwehen und Abrutschen von fest wie unflexibel konstruierten Dingen im sandig gewordenem Untergrund, auf dem wir herumrutschen, den wir mit alten Werkzeugen neu zu kultivieren versuchen \u2026 und das alles markiert am Ende der bisherigen gemachten Vertr\u00e4ge eine Politik am Wendepunkt ihrer Verfl\u00fcssigung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-788\" src=\"https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Disappearing-50.000-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Disappearing-50.000-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Disappearing-50.000-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Disappearing-50.000-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Disappearing-50.000-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Disappearing-50.000-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.quasikunst.at\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Disappearing-50.000.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Viele dieser Projekte und gedanklichen Ans\u00e4tze hantieren mit Begriffen wie Nivellierung, Aufl\u00f6sung, Gleichf\u00f6rmigkeit, Totalit\u00e4t \u2013 und markieren damit den kritischen Punkt der Arbeiten. In dieser Kritik der Totalit\u00e4t ber\u00fchren sie damit auch eine Definition von Entropie, n\u00e4mlich in dem Sinn, dass, wenn maximal gleichf\u00f6rmig unterschiedslose Zust\u00e4nde eines Systems erreicht sind, zum einen die Ma\u00dfzahl f\u00fcr Entropie hoch ist, zum anderen dieses System durch seine Unterschiedslosigkeit in sich keine Information mehr bietet und, au\u00dferdem in Bezug zu seiner Umgebung problematisch ununterscheidbar geworden, seinem eigenen Tod ins Auge sieht. Mit den oben erw\u00e4hnten Quasikunst-Projekten werden jedenfalls die systemisch widerspr\u00fcchliche Kontextualit\u00e4ten, die zunehmend abgeschlossene und in-sich-vermischte Ausgangslagen in ihrem gleichzeitig gleichf\u00f6rmigen wie \u00e4u\u00dferst widerspruchsvollen Zusammenhang inklusive Ausschaltung ihrer Historizit\u00e4t, beschreiben, in Richtung noch mehr Nivellierung, Aufl\u00f6sung, Gleichf\u00f6rmigkeit, Totalit\u00e4t oder schlichtweg auch in Richtung \u00f6kologisch\/\u00f6konomischen Zusammenbruch argumentiert. Die Strategie innerhalb dieser Quasikunst-Projekte ist, innerhalb dieser dystopischen Dynamiken die Gleichf\u00f6rmigkeit oder die in ihren kleinsten Teilen gleichzeitig vorhandenen Ja\/Nein-Zust\u00e4nde in ihrer Widerspr\u00fcchlichkeiten insofern zu durchbrechen, als dass etwa bei den Projekten \u201eI like Trees and Human Rights\u201c oder dem \u201eNebelbalett\u201c mit Subsoil, Verschmutzungsgraden oder wie beim Nebel mit einer Umdefinition von Akteuren oder mit systemisch aufrechterhaltenen Ungleichgewichten gearbeitet wird. Mit der Hereinnahme von Welt, Moral, Technologie, Historizit\u00e4t und Interpretation in ein System Kunst wird durchaus auch mit Verschmutzungsgraden einer \u00e4sthetischen Diskussion von &#8222;reiner Kunst&#8220; gearbeitet, die sich auch in zeitgen\u00f6ssischen Kunststr\u00f6mungen oft genug nur als Kunstkonvention herausstellt. Quasikunst-Projekte verstehen sich insofern als Kunst und gleichzeitig nicht als Kunst (Quasikunst = Kunst = ja\/nein), als dass sie die Systeme und Subsysteme von Gesellschaft in ihren ebenso vorhandenen Ja\/Nein-Zwischenzust\u00e4nden ihrer Mitwirkung gleichzeitig verhandelt, in dem sie jenseits der Konvention eine \u201e\u00c4sthetik\u201c von logisch paradoxen Ableitungen und systemischen Gegen\u00fcberstellung herstellen. Die Systeme performen in der Realit\u00e4t ohnehin schon ihre Dekonstruktion \u2013 besonders in ihrer Einschreibung von Kapital und Technologie bis in die kleinsten Bereiche von menschlicher Existenz, oder auch bis in die gr\u00f6\u00dften Bereiche der \u00f6kologisch\/\u00f6konomisch globalen Zusammenh\u00e4nge. Das oben genannten Pl\u00e4doyer f\u00fcr Verschmutzung, Ungleichgewicht, etc wird innerhalb der Quasikunst-Projekte \u201eEisberg\/The Entity\u201c und den diversen Immaterialit\u00e4tsaspekten bei den oben genannten \u201evier verblasenen Projektkoordinaten\u201c jedenfalls auch angereichert, wird auch zu einem insgesamten Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Erh\u00f6hung von Widerspruch \u2013 oder einer Vergr\u00f6\u00dferung von Distanz, oder zu einem Pl\u00e4doyer f\u00fcr nicht-sichtbare tragende Untergr\u00fcnde, systemische Unzug\u00e4nglichkeiten, die Reservoirs bilden, oder Formen von Bewusstseinszust\u00e4nden und Bewusstseinsfeldern, die sich den direkt rational-mechanistisch-technologischen Zugriffen entziehen. Die Vergr\u00f6\u00dferung, bzw unangetastet gehaltenen, nicht-umgesetzten, verdunkelten oder vielleicht sogar an sich unbekannten immateriellen Ressourcen der Imagination sind dabei ein zentraler Faktor. Ohne diese Reservoirs unter der Oberfl\u00e4che s\u00e4uft alles ab. Diese Speicher d\u00fcrfen nicht noch mehr rationalisiert und kapitalisiert werden. Die Ressourcenfrage ist ohnehin eines der gro\u00dfen Knappheits-Themen der Zeit, hinsichtlich Energieversorgung, Datenkapazit\u00e4t, Umweltthematik und wegen der allseits herrschenden Ausbeuterei bereits global vor\/am\/\u00fcber einem Point of no Return angelangt. Aber es gibt auch andere Ressourcen, die gegen die gleichgemachten Oberfl\u00e4chen (wieder)hergestellt werden m\u00fcssen: Auch die Speicher der Passivit\u00e4t und der verdunkelten Vorhaben sollten abgeschirmt gehalten werden, die Speicher der Kreativit\u00e4t, der Gef\u00fchle und der Selbstwirksamkeit, der anderen Bewusstseinszust\u00e4nde und der Areale des Unconsciousness \u2013 dies alles darf nicht kolonialisiert werden, muss in sich sakrosankt sein. Das vor allem deswegen, um damit f\u00fcr eine Art von Ressource zu pl\u00e4dieren, deren Erhalt am Ende f\u00fcr nichts weniger als f\u00fcr eine Dialektik von Leben\/Nicht-Leben von Relevanz ist.<\/p>\n<p>Ich komme am Ende nochmals auf den Begriff der Entropie. Entropie meint in ihrer umgangssprachlichen Verwendung oft den Grad der Unordnung, des Chaos oder der Unumkehrbarkeit. Der Grad der Unumkehrbarkeit der Prozesse ist f\u00fcr uns Menschen intuitiv zu verstehen: etwa ein geschmolzenes St\u00fcck Eis, ein abgebranntes St\u00fcck Holz, der eigene Tod oder auch der angerichtete Mess der Informationsgesellschaft. Die lebensweltliche Anwendung des Begriffes Entropie ist allerdings problematisch. Des \u00d6fteren wird als Beispiel f\u00fcr Entropie etwa ein Teig angef\u00fchrt. Dieser Teig kann nicht mehr in seine Ingredienzien entmischt werden, in seiner korrekten Bezeichnung als Vermischungsentropie ist er aber weder unordentlich und chaotisch, sondern in sich, sofern gut durchgeknetet, sogar maximal gleichf\u00f6rmig. Der Grad der Entropie ist deshalb hoch, weil jeder kleinste Teil des Teiges der gro\u00dfen Gesamtheit entspricht. Das System bietet in sich keine Unterschiede mehr und damit auch keine Information \u00fcber seine Ganzheit hinaus. Negative Entropie hingegen ist aber durchaus noch einmal etwas ganz anderes als eine hohe oder niedrige Ma\u00dfzahl f\u00fcr Entropie. Sie scheint als \u201efreie Energie\u201c au\u00dferhalb des eigenen Systems zu liegen. Erwin Schr\u00f6dinger, der von der negativen Entropie als \u201efreier Energie\u201c geschrieben hat, definiert dahingehend Leben als etwas, das, Zitat Wikipedia, \u201enegative Entropie aufnimmt und speichert. Das bedeutet, dass Leben etwas sei, das Entropie exportiert und seine eigene Entropie niedrig h\u00e4lt: Negentropie-Import ist Entropie-Export.\u201c In sehr einleuchtender Weise l\u00e4sst sich das als Konzeption des Lebens lesen. Leben erhebt sich sozusagen aus der Gleichf\u00f6rmigkeit heraus, indem es Unterschiede zu machen imstande ist, in dem es f\u00e4hig ist, freie Energie aus anderen Systemen zu importieren und Entropie (=Gleichf\u00f6rmigkeit) zu exportieren. Jedenfalls, wenn alles gleichf\u00f6rmig ist, ist es tot. Aber immerhin k\u00f6nnte der \u201etote\u201c Teig des einen zur freien Energie des anderen werden \u2013 indem er schlichtweg gegessen wird, denn des einen Gleichf\u00f6rmigkeit ist des anderen Neuordnung, zumindest solange die Systeme offengehalten werden k\u00f6nnen, oder sich durch jeweils von au\u00dfen zugef\u00fchrte Energie neu formieren k\u00f6nnen. Mir ist bewusst, dass diese Gedanken sehr bildhaft sind und Entropie ein Begriff ist, der jenseits der Physik mitunter sehr disparat bis albern verwendet wird. Mir ist auch bewusst, dass man wahrscheinlich erst, wenn man den oft zitierten zweiten Lehrsatz der Thermodynamik halbwegs rechnen kann, versteht, wie sehr interpretativ und far away diese interpretativen und symbolischen \u00dcberlegungen sind. Ich wei\u00df auch, dass der Begriff Entropie von Informations- oder auch Systemtheorie bis hin zur Kunst oder Kulturtheorie jeweils andere Verwendungen findet. Dennoch fasziniert der simple Satz, dass Leben der Import von negativer Entropie ist, also von Hereinnahme freier Energie von au\u00dferhalb in das eigene System, bei gleichzeitigem Entropie-Export aus dem eigenen System. Ich verstehe den Satz, dass jedes in sich und mit seiner Umgebung komplett gleichf\u00f6rmige System tot, bzw auch totalit\u00e4r ist, und dass Leben die F\u00e4higkeit ist, gegen diese Gleichf\u00f6rmigkeit Unterschiede herzustellen. Mir gef\u00e4llt der Gedanke, dass die Herstellung von Unterschieden, also die Organisation von Entropie im Innen- und Au\u00dfenverh\u00e4ltnis als Bewusstsein gelesen werden k\u00f6nnte, vielleicht also Bewusstsein als Verfahren von Leben zu lesen ist, Entropie zu organisieren, also ein \u201eenergetisches\u201c oder \u201einformatives\u201c Innen und Au\u00dfen zu verhandeln, w\u00e4hrend sich das bewusste Leben sozusagen selbst &#8211; als Ich &#8211; im Gegensatz zum anderen konstituiert. Ob es eine solche Gedankenf\u00fchrung schon gibt \u2013 ich wei\u00df es nicht. Wahrscheinlich ja, vermutlich anderswo besser.<\/p>\n<p>Alles in allem: Ich verstehe die Notwendigkeit dieser freien, dunklen, ungereinigten, widerspr\u00fcchlichen bis immateriellen Untergr\u00fcnde oder Ressourcen im Sinne einer negativen Entropie, die ich so zumindest auch in meinen Quasikunstprojekten bedenke. Zudem bedeutet es bei den oben genannten Projekten &#8211; bis hin zu diesem Text \u2013 auch oft, die Gedanken aufzufangen, die sich neben den aktiv angearbeiteten Fakten quasi wie aus dem Nichts, aus dem Subsoil der K\u00f6rperlichkeit, des Minds, der Erfahrungen, der Erinnerung, der indifferenten Bedeutungsbereiche des Bewusstseins &#8211; sprich: aus anderen Quellen &#8211; hocharbeiten und dann keine Ruhe mehr geben: Nicht nur Leben, sondern auch Inspiration ist schlie\u00dflich das, was den Unterschied macht.<br \/>\nAus den gro\u00dfen dunkel gehaltenen Zonen von Natur, Body and Mind, und den \u00fcberhaupt anderen Bewusstseinszust\u00e4nden, erhebt sich f\u00fcr mich eine Vermutung, dass diese Ressource, oder das Bewusstsein als Organisator dieser \u201efreien Energie\u201c, oder auch als Organisator von Information, oder vielmehr von Wissen und gr\u00f6\u00dferem Zusammenhang, mitsamt der Quellen von Irrationalit\u00e4t, des Dunklen, des K\u00f6rperlichen, oder einer in der Natur, die sich evolution\u00e4r \u00fcber Jahrtausende bis Jahrmillionen gemeinsam entwickelt hat, von Ontogenese bis Phylogenese und Sternenhimmel, also dieses Bewusstsein auf einer anderen Ebene diese Ressourcen viel besser zu verstehen und zu nutzen imstande ist, als das kultivierte und erzogene Wachbewusstsein des Menschen das f\u00fcr m\u00f6glich h\u00e4lt \u2026 In diesem Sinne bleibt am Ende nochmals ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr den tragenden Untergrund, die dunkle Bedeutung und ein Mehrfaches an m\u00f6glichen Bewusstseinszust\u00e4nden als Organisatoren dieser freien Ressourcen \u2013 an einer Notwendigkeit der Unterscheidung von Leben und Nicht-Leben.<\/p>\n<p>Mit dieser neuen Dialektik von Leben\/Ja\/Nein zur\u00fcck zum Quasikunst-Beginn: Ich bin in meiner dritten Person. Entropie, das sind die anderen. Wahr sind nur die Vorg\u00e4nge, die sich selber nicht verstehen.<\/p>\n<p>+++<br \/>\nQuasikunst von Tanja Brandmayr.<br \/>\nTexte zu allen oben erw\u00e4hnten Quasikunst-Projekten hier auf diesen Seiten:<br \/>\nI like Trees and Human Rights = B\u00e4ume<br \/>\nNebelballett = Nebel<br \/>\nEisberg \/ The Entity = Eis<br \/>\nWindlines +++<\/p>\n<p>Tanja Brandmayr arbeitet als freie K\u00fcnstlerin seit vielen Jahren und in unterschiedlichen Zusammenh\u00e4ngen zwischen Text, Inszenierung und Kunst. Kunst- und Kontextresearch Quasikunst. Involviert in die STWST. Redakteurin und Autorin. Lebt in Linz.<br \/>\nquasikunst.stwst.at, stwst.at, versorgerin.stwst.at, referentin.at, brandjung.servus.at<\/p>\n<p>+++<\/p>\n<p>Anmerkungen:<\/p>\n<p>Der Titel \u201eDie Vorg\u00e4nge, die sich selber nicht verstehen\u201c, bzw der zu Textende vorkommende Satz \u201eWahr sind nur die Vorg\u00e4nge, die sich selber nicht verstehen\u201c \u2013 ist eine Referenz auf Theodor W. Adorno, der geschrieben hat: \u201eWahr sind nur die Gedanken, die sich selber nicht verstehen\u201c, Minima Moralia, S 254.<\/p>\n<p>Der im Text vorkommende Begriff Quasi-Tod von Michel Serres wurde aus dem Buch von Matthew Fuller zitiert: \u201eHow to Sleep \u2013 The Art, Biology and Culture of Unconsciousness\u201c, S 8. Quellenangabe dort: Michel Serres, Variations on the Body, Minneapolis, Univocal Press, 2011, p 9<\/p>\n<p>Alle anderen mir bekannten Referenzen sind im Text offengelegt.<\/p>\n<p>+++<\/p>\n<p>&#8211;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/stwst48x4.stwst.at\/quasikunst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quasikunst 2018 im Rahmen von STWST48x4<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/newcontext.stwst.at\/projects\/quasikunst\/start\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quasikunst im Rahmen von Stadtwerkstatt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quasikunst zeigte im September 2018 &#8211; im Rahmen von STWST48x4: 4 verblasene Koordinaten von Kunst-Agens bis K\u00f6rper-Movens. Windlines \u2013 Movement A \u2013 48 Hours of Drifting &#8211; Disappearing (50.000) &#8211; Vorg\u00e4nge, die sich selber nicht verstehen \u00dcber mehrere STWST-Quasikunst-Arbeiten der vergangenen Jahre, \u00fcber Wind und verblasene Projekte, die sich der Umsetzung entziehen &#8211; sowie am Ende \u00fcber Entropie schreibt Tanja Brandmayr. Quasikunst ist systemisch-performative Recherche seit l\u00e4ngeren Jahren, sie ruft<\/p>\n<p><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.quasikunst.at\/index.php\/wind\/\">Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":788,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-750","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.quasikunst.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/750","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.quasikunst.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.quasikunst.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.quasikunst.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.quasikunst.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=750"}],"version-history":[{"count":29,"href":"https:\/\/www.quasikunst.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/750\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":818,"href":"https:\/\/www.quasikunst.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/750\/revisions\/818"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.quasikunst.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/788"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.quasikunst.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}